Rekord-Justizauktion in Stuttgart: Lamborghini Aventador erzielt 710.000 Euro im Museum

Die grösste Justizauktion in der Geschichte von Baden-Württemberg endet mit einem Rekordergebnis. Im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart sowie der Staatsanwaltschaft Stuttgart versteigerte das renommierte Stuttgarter Auktionshaus Eppli im Mercedes-Benz Museum insgesamt 22 Objekte. Die öffentliche Versteigerung der 15 Fahrzeuge – darunter allein vier Sportwagen der Marke Lamborghini –, vier Luxusuhren und drei Motorräder erlöste im Namen des Steuerzahlers mehr als 2,1 Millionen Euro.

Schon im Vorfeld der Auktion war der Besucherandrang im Grossen Saal des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart gross. Besonders der spektakuläre dunkelgrüne Lamborghini Aventador Ultimae LP 780-4 Roadster zog dabei die Blicke der zahlreichen Besucher und Bieter auf sich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Rekordergebnis: Die Justizauktion erzielte insgesamt mehr als 2,13 Millionen Euro.
  • Aventador: Der Lamborghini Aventador Ultimae Roadster brachte 710.000 Euro ein.
  • Umfang: Versteigert wurden 15 Fahrzeuge, vier Luxusuhren und drei Motorräder.
  • Urus: Ein Lamborghini Urus Performante erzielte 290.000 Euro.
  • VW Polo: Das erste Los stieg von 2.000 auf 19.000 Euro.

Kein Wunder, denn der 780-PS-starke Supersportwagen verfügt über den stärksten V12-Saugmotor der italienischen Sportwagenschmiede und ist zugleich als letzter Lamborghini mit einem 12-Zylinder-Saugmotor in die Automobil-Geschichte eingegangen. Extrem limitiert, wurde der Aventador Ultimae Roadster lediglich 250-mal gebaut und war auch bei den Geboten der absolute Star der Show. Schon nach wenigen Sekunden wurde der Startwert des Ultimae um das Doppelte überboten. Am Ende des folgenden minutenlangen Bietergefechts ging der seltene Supersportwagen schliesslich für 710.000 Euro an einen glücklichen Bieter im Saal.



Neben dem Aventador Ultimae kamen drei weitere, nicht minder spektakuläre, Lamborghinis bei der öffentlichen Versteigerung unter den Hammer. Ein radikaler, rein für die Rennstrecke konzipierter Huracán Super Trofeo EVO II, der mit einem Gebot von 225.000 Euro an einen Bieter im Saal ging, sowie dessen für die Strasse zugelassener Cousin, ein Lamborghini Huracán STO, bei dem der Hammer bei 370.000 Euro fiel. Auch der vierte im Zuge der Auktion versteigerte Lamborghini, ein giftgrüner Lamborghini Urus Performante, übertraf die Erwartungen und erzielte mit 290.000 Euro fast das Dreifache seines Startpreises.

Doch nicht nur seltene Supersportwagen, auch eine Reihe weiterer Fahrzeuge sowie vier hochwertige Uhren kamen im Zuge der öffentlichen Auktion unter den Hammer. Besonders heraus stachen dabei ein Audi RS6 Avant Performance, der für 120.000 Euro aus der öffentlichen in die private Hand wechselte, sowie drei Luxusuhren der Marken Rolex, die jeweils zwischen 12.000 und 18.000 Euro erlösten. Heimlicher Star der Auktion war zudem direkt das erste Los – ein weisser VW Polo V 1.2 TSI BlueMotion, der für 19.000 Euro den Besitzer wechselte und seinen Startpreis von 2.000 Euro dabei um beinahe das 10-Fache überstieg.

„Als Stuttgarter Familienunternehmen führen wir seit fast 50 Jahren öffentliche Auktionen durch und sind dabei regelmässig mit hochwertigen Fahrzeugen, Uhren und anderen Vermögenswerten befasst, doch eine Justizauktion mit einem Angebot dieser Grössenordnung und mit solch einer Zusammensetzung ist auch für uns etwas Besonderes.“, sagt Geschäftsführer Ferdinand B. Eppli.

Als Justizauktion erfolgte die Versteigerung explizit im Namen und zugunsten des Steuerzahlers und war somit dezidiert öffentlich. Um der Vielzahl an interessierten Besuchern und Bietern sowie den aussergewöhnlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, freut sich das Auktionshaus Eppli entsprechend, eines der architektonisch-spektakulärsten Gebäude Stuttgarts als Ort für die Auktion gewonnen zu haben – das Mercedes-Benz Museum. Die Fahrzeuge und Gegenstände, die im Zuge der Justizauktion Fahrzeuge & Uhren versteigert wurden, stammen aus Strafverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart sowie der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

„Ich bin mehr als zufrieden mit dem Verlauf der heutigen Auktion. Unser Ziel war es, insgesamt mehr als 2 Millionen Euro an Einnahmen zu erzielen – mit einem Erlös von insgesamt über 2.130.000 Euro war die grösste Justizauktion in der Geschichte des Landes ein voller Erfolg. Für mich persönlich werden besonders das erste und letzte Los in Erinnerung bleiben. Ein gebrauchter Polo für 19.000 Euro und ein seltener Supersportwagen für 710.000 Euro. Beides rekordverdächtig. Mein Dank gilt allen Beteiligten, egal in welcher Form sie uns dabei unterstützt haben, diese historische Auktion zu solch einem Erfolg zu machen.“, sagt Obergerichtsvollzieher Alexander Doster.






 

Quelle: Auktionshaus Eppli
Bildquelle: Auktionshaus Eppli

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